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Geschichte

 
 

Im Film "100 Jahre ZMP" sind die Impressionen aller Aktivitäten vom Jubiläumsjahr festgehalten. Unter anderem sehen Sie auch Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm über 100 Jahre ZMP. Den Dokumentarfilm können Sie zusammen mit der Jubiläumsbroschüre bei der ZMP für nur CHF 20.- bestellen.

 

Viel Vergnügen beim Anschauen des Jubiläumsfilmes!

 
 
100 Jahre ZMP Jubiläumsfilm
1907 - 2007

 
 
 
2016

Im Jahr 2016 wurde in der Schweiz 3,43 Mio. Tonnen Milch produziert. Dies war kalenderbereinigt (ohne 29. Februar) die tiefste Milchproduktion seit 2007. Nach hohen Einlieferungen im 1. Halbjahr 2016 ist die Milchproduktion im 2. Halbjahr deutlich zurückgegangen. Der Richtpreis der Branchenorganisation Milch (BO Milch) sank, nachdem er im 2015 stabil geblieben war. Obwohl der Molkereimilchpreisindex, welcher die Basis bildet für den Richtpreis, im weiteren Jahresverlauf noch deutlich tiefer sank, konnte der Richtpreis gehalten werden. In der EU ist die Milchproduktion im 2016 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies war jedoch der niedrigste Anstieg seit 2009. Verantwortlich für diese schwierige Milchpreissituation war unter anderem weiterhin die weltweite Produktionssteigerung. Zudem stellten die Verbilligung der Importprodukte und die Verteuerung der Exportprodukte aufgrund des Wechselkurses die Milchproduzenten in der Schweiz auch im 2016 weiterhin vor grosse Herausforderungen.

 

Ähnlich wie in der Schweiz wurde auch bei der ZMP im 1. Halbjahr über Vorjahr produziert und im 2. Halbjahr sank die Produktion. Der anhaltend tiefe Milchpreis im 2016 hat den Strukturwandel im Gebiet ZMP beschleunigt. Per 31. Dezember hat die ZMP 3179 Mitglieder. 120 Betriebe stellten die Verkehrsmilchproduktion im 2016 ein. Die durchschnittliche Jahresvertragsmenge der Mitglieder ZMP steigt weiter an.

 

In der Interessenvertretung hat die ZMP im Jahr 2016 für optimale Rahmenbedingungen in der Milchproduktion ihr Engagement ausgebaut. Unter anderem hat die ZMP an vorderster Front in der BO Milch für eine Nachfolgeregelung für das auslaufende «Schoggigesetz» mitgearbeitet. Das Parlament entscheidet an der Herbstsession 2017 über die Einführung der WTO-tauglichen Alternative.

 

Aufgrund der ausserordentlichen schwierigen Situation am Milchmarkt hat die ZMP, mit der Rückvergütung Emmi Erfolg eine zusätzliche, einmalige Sonderausschüttung an die Mitglieder ausbezahlt. Das Dividendenplus (Erhöhung Dividende Emmi Aktie) wurde somit vollumfänglich an die Mitglieder ZMP weitergegeben. Zwecks Absatz- und Standortsicherung hält die ZMP neben der Beteiligung Emmi Schweiz AG auch weitere Beteiligungen an milchverarbeitenden Unternehmen. Der Aktienanteil Neue Napfmilch AG wurde im 2016 ausgebaut. In die Beteiligung an der Hochdorf Holding AG wurde aufgrund einer Aktienkapitalerhöhung ebenfalls investiert.

 

2016 hat die ZMP die Rezertifizierung (alle 3 Jahre) NPO-Label für Management-Excellence mit 93,9 Prozent bestanden, was nach wie vor das zweitbeste Resultat unter allen zertifizierten Organisationen ist. Unsere Mitglieder und Partner (Kunden) haben so die Gewähr und die Bescheinigung, dass die strategische Ebene der ZMP (Organe/ Arbeitsgruppen) und die operative Ebene (Geschäftsstelle/Mitarbeitende) effizient und effektiv arbeiten.

 

Nachhaltigkeit in der Milchproduktion war im 2016 ein sehr präsentes Thema. Die grossen internationalen Milchverarbeiter setzen immer stärker auf eine Differenzierung über die Art und Weise, wie Milch produziert wird.

 

 
 
2015

In der Schweiz startete das Jahr 2015 mit leicht rückläufigen Milcheinlieferungen. Nach dem Hitzesommer pendelten die Milchmengen wieder auf Vorjahresniveau ein. Anders sah die Situation in der Europäischen Union (EU) aus. Die EU hob auf den 1. April 2015 die Milchquote auf. Im Hinblick auf den Quotenausstieg haben einige Länder ihre Milchmengen stark ausgedehnt. Dieser Trend setzte sich 2015 fort. Auch in Übersee wurde deutlich mehr Milch produziert. Russlands Einfuhrverbot für Lebensmittel aus der EU (Embargo) verschärfte die Problematik. Gleichzeitig sank die Nachfrage nach Milchprodukten in Asien (vor allem wegen der Wirtschaftskrise in China). Das Mengenüberangebot führte zu rekordtiefen Milchpreisen in Europa und weltweit.

 

Am 15. Januar 2015 gab die Schweizerische Nationalbank den Entscheid bekannt, den Mindestkurs des Schweizer Frankens zum Euro aufzuheben. Für die stark exportabhängige und teilliberalisierte Schweizer Milch- und Käsewirtschaft bedeutete der Entscheid einen grossen Wertschöpfungsverlust. Die Frankenstärke und die damit verbundenen Preiserhöhungen im Ausland hatten sehr grosse Auswirkungen auf den Absatz von AOP-Käsesorten wie Emmentaler, Sbrinz oder Le Gruyère.

 

Im Dezember 2015 haben die WTO-Mitgliedsländer beschlossen, Exportsubventionen im Agrarbereich abzuschaffen. Damit ist auch das „Schoggigesetz“ in spätestens fünf Jahren Geschichte. Passend dazu widmete sich der Polit-Treffpunkt ZMP vom 2. September 2015 dem Thema „Schoggigesetz“. National-, Stände- und Regierungsrätinnen und –räte aller Parteien der Zentralschweizer Kantone sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und der Schweizer Milchbranche diskutierten Alternativen zum „Schoggigesetz“.

 

Wegen der Frankenstärke hat die Milchbranche eine Aufstockung des „Schoggigesetz“-Kredits 2015 von CHF 70 Mio. auf CHF 95.6 Mio. und eine vollständige Schliessung der Lücke auf 2016 gefordert. Das Parlament hat der Erhöhung des Kredits 2015 zugestimmt.

 

Ein internes Highlight im 2015 waren die regionalen Produzentenfeste. In der Rückvergütung Emmi Erfolg ist alle fünf Jahre ein Produzentenfest geplant. Während fast zwei Jahren hat ein Organisationskomitee sechs Feste in den Regionen organisiert. Die Mitglieder wurden kulinarisch verwöhnt, begleitet von einem kulturellen Abendprogramm, welches für jeden Geschmack etwas zu bieten hatte.

 

 
 
2014

Die Witterungsbedingungen und die Milchpreise auf gutem Niveau kurbelten die Milchproduktion im In- und Ausland auf Rekordhöhe an. Auch unsere Mitglieder haben eine Rekordmilchmenge produziert. Im März wurde die LactoFama AG gegründet. LactoFama befasst sich einzig mit dem saisonalen Export von Milchfett, das den Inlandbedarf übersteigt. Von April bis Juni hat LactoFama die ersten saisonal bedingten Marktentlastungsmassnahmen umgesetzt und damit wesentlich zur Milchpreisstabilisierung im 1. Halbjahr beigetragen.

 

Im Juni erfolgte die Neuzuteilung der Monatsvertragsmenge ZMP für Direktlieferanten Milch Suisse Garantie. Die Neuzuteilung erfolgte aufgrund der durchschnittlichen Monatslieferung in der Zeit von Juni 2013 bis Mai 2014. War die eingelieferte Menge kleiner als die Monatsvertragsmenge, blieb diese unverändert.

 

Anfang August hat Russland ein Importverbot für europäische Agrarprodukte verfügt. Dies führte zu einem enormen Preisdruck – bei gleichzeitiger Rekordmilchproduktion. Der Preiszerfall schlug unweigerlich auf die Milchpreise in der Schweiz durch. Trotz Preisrutsch waren die Milchpreise in der Schweiz im 2014 rund drei Prozent höher als im Vorjahr.

 

Im Dezember kürzte das Parlament aufgrund des ausgezeichneten Engagements der Schweizer Milchproduzenten und dem Schweizer Bauernverband die Direktzahlungen für 2015 weniger stark als vom Bundesrat vorgeschlagen. Der Erhöhung des «Schoggi-Gesetz»-Kredits hat das Parlament nicht zugestimmt, was die Milchproduzenten mit einem tieferen Milchpreis bezahlen.

 

Aufgrund unserer Mitgliederbefragung, welche wir im Frühjahr 2014 durchgeführt haben, hat der Vorstand in seiner Strategie beschlossen, die Interessenvertretung Milch und das Lobbying mit geeigneten Massnahmen zu stärken. Die Mitglieder forderten, dass die ZMP ihre Einflussnahme bei Politik und Behörden auch in Zukunft wahrnimmt und noch ausbaut. Die Resultate der Mitglieder- und Kundenbefragung sind auch in die Ausgestaltung der Vision ZMP 2023 eingeflossen.

 

Die Käseproduktion in der Zentralschweiz ist gestiegen. Es wurden 708 Tonnen mehr Käse produziert. Die Marktlage beim Emmentaler war ausserordentlich schwierig. Emmentaler AOP verlor 17 Prozent beim Export, weshalb die Produktion im Vergleich zu 2013 um weitere 12 Prozent eingeschränkt werden musste.

 

Die Beteiligung der ZMP Invest AG an der Hochdorf Holding AG wurde im 2014 ausgebaut. Ausserdem hat sich die ZMP Invest AG mit CHF 200‘000 am Aktienkapital der Caseificio dimostrativo del Gottardo SA, Airolo beteiligt. Zwecks Absatz- und Standortsicherung hält die ZMP neben der Beteiligung Emmi AG auch weitere Beteiligungen an milchverarbeitenden Unternehmen.

 

 
 
2013

Anfang Jahr konnten wir unsere Kunden teilweise nicht mehr mit genügend Milch beliefern. Zudem zeichnete sich ein Trend ab, dass auch grössere Betriebe einen Ausstieg aus der Milchproduktion ins Auge fassten. Die Mengenzuteilung per 1. Juli 2013 (5 %) und die Neuberechnung der Vertragsmenge per 1. Juni 2014 sowie unsere Milchpreise, welche im Schweizer Vergleich auf einem überdurchschnittlich guten Niveau sind, haben wesentlich dazu beigetragen, dass unsere Produzenten Perspektiven haben und wieder auf die Milchproduktion setzen.

Das Jahr 2013 startete auch für unseren Dachverband, die Schweizer Milchproduzenten SMP, turbulent. Peter Gfeller, Präsident SMP, und Albert Rösti, Direktor SMP, gaben gemeinsam ihren Rücktritt bekannt. An der Delegiertenversammlung vom 30. Mai 2013 wurde Hanspeter Kern zum neuen Präsidenten SMP gewählt. Als Nachfolger des zurückgetretenen Direktors Albert Rösti wurde Kurt Nüesch und als stellvertretender Direktor Stefan Hagenbuch gewählt.

Am 7. Polit-Treffpunkt ZMP im September 2013 war man sich einig, dass die Öffnung der „Weissen Linie“ keine zukunftsweisende Perspektive für die Milchwirtschaft ist. Die Stärken der Schweizer Milchwirtschaft würden mit einer sektoriellen Öffnung massiv geschwächt.

Der Bund hatte über 700 Stellungsnahmen in der Weiterentwicklung der Agrarpolitik 2014 bis 2017 zu prüfen. Auch wir haben die mit dem Zentralschweizer Bauernbund ZBB gemeinsam erarbeitete Position Mitte Jahr eingereicht. Im Ringen um die Swissness-Vorlage im Parlament hatte sich die Position von Bundesrat, Bauern und Konsumenten durchgesetzt.
Die EU hat die Agrarreform mit einem siebenjährigen Finanzrahmen genehmigt. Die landwirtschaftlichen Grossbetriebe sollen in der EU etwas weniger gestützt werden. Neu ist das „Greening“. 30 Prozent der Direktzahlungen sollen künftig als „Ökologisierungszuschlag“ für die Einhaltung bestimmter Kriterien für eine umwelt- und klimafreundliche Produktion an die Landwirte bezahlt werden.

Im September 2013 wurden wir mit dem NPO-Label für Management Excellence ausgezeichnet. Mit dem Erhalt des NPO-Labels setzten wir unter den Erstzertifizierten in der Schweiz den Benchmark und sind zudem die erste milchwirtschaftliche Organisation in der Schweiz, welche das NPO-Label besitzt.

Ebenfalls im September 2013 konnte der erste Milch- und Käseweg der Zentralschweiz eröffnet werden. Für die Umsetzung des Projekts war der Bereich Kommunikation der ZMP zuständig. Der Milch- und Käseweg führt in der Region Willisau von Alberswil/Burgrain – Gettnau/Oberstalden – Willisau bis nach Hergiswil/Opfersei. Interaktive und spielerische Installationen am Weg garantieren ein Erlebnis für die ganze Familie.

Seit der Reorganisation der Genossenschaft ZMP im 2012 wird regelmässig ein Controlling zur Überprüfung durchgeführt. Nach ersten Startschwierigkeiten im neuen Gremium Regionalausschuss wurden bereits Mitte 2012 zielführende Massnahmen eingeleitet. Der verkleinerte 7er-Vorstand funktionierte von Anfang an sehr gut. Heute kann das Fazit gemacht werden, dass die Gremien sehr gut auf Kurs sind und die Reorganisation somit erfolgreich.

 
 
2012

Mit der Vorstandsverkleinerung beziehungsweise den Vorstandswahlen an der Delegiertenversammlung vom 17. April 2012 wurde die Reorganisation "Fit für die Zukunft" planmässig umgesetzt. Die neuen Gremien (Wahlkreisleitung, Regionalausschuss und Vorstand) haben ihr Amt nach der Delegiertenversammlung angetreten.

 

2012 haben die ZMP mit der Emmi eine Vereinbarung im Bereich Milchvermarktung abgeschlossen. Diese sichert unseren Mitgliedern längerfristige Perspektiven im Milchabsatz.

 

Das Projekt "Rückvergütung Emmi Erfolg", welches im Jahr 2011 eingeführt wurde, sorgte für positives Echo. Zirka ein Drittel der von der ZMP erwirtschafteten Dividende Emmi wurde an die Mitglieder ZMP rückvergütet.

 

2012 sanken die Milchpreise in der Schweiz auf einen historischen Tiefstand.

Aufgrund der prekären Situation am Milchmarkt forderten Milchproduzentengruppierungen politische Massnahmen zur Stabilisierung des Milchmarktes. Im Vordergrund stand eine Milchmengensteuerung in Produzentenhand mit Erteilung der Allgemeinverbindlichkeit durch den Bundesrat. In der Beratung der Agrarpolitik 2014 bis 2017 lehnte der Nationalrat jedoch Anträge von Produzentenseite für Regelungen zur Erteilung der Allgemeinverbindlichkeit ab. Damit ist eine Mengensteuerung durch die Schweizer Milchproduzenten SMP mit Allgemeinverbindlichkeit nicht mehr umsetzbar.

 

An der Delegiertenversammlung der BO Milch wurde eine Statutenänderung entschieden, um die Forderungen der Produzentenseite für den Wiedereintritt der SMP zu erfüllen. Neu haben die SMP drei Sitze im Vorstand der BO Milch.

 

Auch 2012 waren die Käsepreise für Emmentaler AOC und somit die Milchpreise für Emmentaler Käsereimilch auf sehr tiefem Niveau. An der ausserordentlichen Delegiertenversammlung der Sorten-organisation Emmentaler Switzerland (ES) einigten sich die Marktakteure, dass für Emmentaler AOC wieder eine zentrale Mengensteuerung eingeführt werden soll. Es wurde dem Bundesrat das Gesuch für die Allgemeinverbindlichkeit eingereicht. Der Bundesrat liess verlauten, dass es weitergehende Massnahmen brauche als nur eine Mengensteuerung. Darauf wurde eine Task Force eingesetzt, in welcher Vertreter des Bundesamtes für Landwirtschaft, der ES un der Fromate Einsitz nehmen.

 

 
 
2011

Im Reorganisationsprozess auf strategischer Ebene ZMP wurde 2011 die Anzahl Delegierte fast halbiert, Wahlkreisleitungen in den 10 Wahlkreisen installiert und ein Regionalausschuss als neues Organ ZMP eingesetzt, da alle bisherigen Arbeitsgruppen und Ausschüsse aufgehoben werden. Mit der Wahl des Vorstands an der Delegiertenversammlung vom 17. April 2012, welcher neu aus 7 statt 16 Mitgliedern besteht, ist der Prozess der Reorganisation abgeschlossen.

 

Weiter hat die ZMP das Projekt "Rückvergütung Emmi Erfolg" umgesetzt. 2011 haben die Mitglieder ZMP erstmals direkt vom Emmi Erfolg profitieren können. Die ZMP hat aus ihrer erwirtschafteten Dividende Emmi den Mitgliedern rund CHF 3.2 Millionen rückvergütet (inkl. Warenkorb und Rückstellung Produzentenfest).

 

Die ZMP hat sich 2011, gemeinsam mit dem Zentralschweizer Bauernbund, in der Weiterentwicklung der Agrarpolitik 2014 bis 2017 engagiert, und dies durchaus mit Erfolg. Gemeinsam haben die ZMP und der ZBB 2011 auch eine Veranstaltung zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann durchgeführt, um dem Agrarminister die Position der Zentralschweiz aufzuzeigen.Zentrale Forderungen wurden vom Bundesrat in die Botschaft aufgenommen.

  

Die Milchbranche war 2011 insgesamt sehr gefordert. Die Branchenorganisation Milch (BO Milch) konnte ihre beschlossenen Massnahmen nur teilweise umsetzen, da diese durch eine Minderheit blockiert wurden und immer noch werden. Das Ziel ist, Wertschöpfung in der Milchwirtschaft zu erhalten. Dazu haben sich alle Akteure in der Branche bekannt. Der Austritt der Schweizer Milchproduzenten SMP aus der BO Milch Ende September 2011 bedeutete einen Marschhalt. Die SMP wie auch die ZMP sind überzeugt, dass es eine funktionierende Branchenorganisation braucht; dazu sind aber grundlegende Reformen dringend notwendig.

 

Emmentaler Switzerland war 2011 aufgrund der fehlenden Solidarität in der Sortenorganisation gezwungen, die Mengensteuerung aufzuheben. Die Situation auf dem Emmentaler Markt mit der fehlenden Mengensteuerung hat dazu geführt, dass die Preise und der Absatz 2011 deutlich eingebrochen sind und sich nach wie vor noch nicht erholt haben.

 

 
 
2010

Seit der Aufhebung der Milchkontingentierung ist der Wettbewerb unter der Vielzahl an Milchverkaufs-organisationen lanciert. In der Organisation unterwegs im Interesse unserer Mitglieder und Kunden. Mit den lancierten Projekten und der damit verbundenen Statutenrevision wollen wir die Voraussetzungen schaffen, dass die ZMP die künftigen Herausforderungen erfolgreich meistern kann. In der Milch-vermarktung ist noch viel Kostensenkungspotenzial vorhanden. Wenn die ZMP die grösste und bedeutendste regionale Produzentenorganisation bleiben will, muss sie zu ihrer strategischen Erfolgs-position, dem hohen Angebotsbündelungsrad der Milch, Sorge tragen. Das Gebiet ZMP ist seit fast 100 Jahren unverändert umschrieben. In den vergangenen Jahren hat die ZMP aus wirtschaftlichen Überlegungen Gebietsbereinigungen in Grenzregionen vorgenommen (zum Beispiel Marbach-Schangnau). Die Statuten müssen daher angepasst werden. Die Genossenschaft ZMP sieht sich heute als Unternehmen, welches auch in Zukunft erfolgreich wirtschaften will; dies immer im langfristigen Interesse der Mitglieder. Die in der Statutenrevision thematisierte Gebietserweiterung gibt der Genossenschaft den notwendigen Spielraum, ihren Wirtschaftsraum weiterzuentwickeln, um auch künftig in diesem Wettbewerb erfolgreich zu sein.

 

Wir wollen heute und auch künftig von unseren Mitgliedern und Kunden als verlässliche und zukunftsorientierte Genossenschaft wahrgenommen werden. Unsere Mitglieder profitieren von einem im nationalen Vergleich überdurchschnittlichen Milchpreis. Durch den hohen Angebotsbündelungsgrad der Milch können in der Milchvermarktung die Administrationskosten und aufgrund der hohen Milchdichte die Logistikkosten tief gehalten werden. Unser marktorientiertes Mengenführungsmodell bis auf Stufe Milchproduzent wird von unseren Mitgliedern breit akzeptiert. Auch unsere Kunden profitieren von unserem

Kosten- und Mengenmanagement sowie unseren Dienstleistungen. Aufgrund der neu ausgerichteten Strategie 2009 hat der Vorstand die beiden Projekte «Rückvergütung Emmi Erfolg» und «Fit für die

Zukunft – Reorganisation ZMP» lanciert. Diese beiden Projekte standen 2010 im Zentrum der

Organisationsentwicklung.

 

 
 
2009

Der Zeitpunkt der Aufhebung der Milchkontingentierung hätte nicht ungünstiger fallen können. Die Milchproduktion in der Schweiz wurde viel stärker als erwartet ausgedehnt. Die Milchpreise auf den internationalen Märkten sind unter anderem auch aufgrund der Wirtschaftskrise deutlich eingebrochen. Der Verlust von Marktanteilen beim Emmentaler hat sich 2009 fortgesetzt. Wegen der prekären Mengensituation einigte sich die Branche, fünf Prozent der Schweizer Milchmenge zu Weltmarktpreisen abzuräumen. Bauerndemonstrationen in ganz Europa und Uneinigkeit unter den Akteuren in der Schweizer Milchwirtschaft prägten das Bild im ersten Halbjahr. Diese Krise verunsicherte die Milchproduzenten zutiefst. Ende Juni, mit der Gründung der Branchenorganisation Milch, kehrte etwas Ruhe auf dem Schweizer Milchmarkt ein. 

 

Der Entscheid der ausserordentlichen Delegiertenversammlung ZMP vom Februar 2009 hatte personelle Abgänge in der Geschäftsleitung zur Folge. An der ordentlichen Versammlung im April wählten die Delegierten fast die Hälfte des Vorstands neu. Die Wende kam mit der Neuausrichtung der Strategie im Juli. An der ausserordentlichen Delegiertenversammlung Ende Oktober erhielten das neue  Mengenreglement und der neu eingeschlagene Weg der ZMP grosse Zustimmung. Die neue Strategieausrichtung führte zu einer Reorganisation der Geschäftsstelle und zum Einsatz einer Arbeitsgruppe, welche nun eine weitere Reorganisation ZMP prüft.

 

Mit der Strategie vermehrte Konzentration auf das eigene Unternehmen Emmi hat die ZMP die Basis gelegt, um ihren Mitgliedern langfristige Perspektiven für ihre Milchproduktion zu bieten. Dabei steht nicht nur die Mehrheitsbeteiligung am Aktienkapital der Emmi AG im Vordergrund, sondern auch eine sehr gute Partnerschaft in der gemeinsamen Milchvermarktung. Neu werden 80 Prozent der Molkereimilch an Emmi geliefert. Die ZMP bedient aber auch andere Kunden mit Milch. Auch hier sind uns Partnerschaft und Kundenzufriedenheit sehr wichtig. Die Milchvermarktung erfolgt marktorientiert. Der Milchpreis gestaltet sich am Markt und nicht (mehr) in einem politischen Gremium. Wir werden uns aber auch in der Interessenvertretung Milch für optimale agrarpolitische Rahmenbedingungen engagieren, damit unsere Milchproduzenten ein Einkommen erwirtschaften können, das mehr als nur zum Überleben reicht.

 

Es ist für eine Marktstabilisierung zwingend, dass die Instrumente der Branchenorganisation Milch (BO Milch) konsequent und verursachergerecht umgesetzt werden. Für das Mengenführungsmodell hat der Bundesrat die Allgemeinverbindlichkeit erteilt. Damit sind alle Akteure in der Milchwirtschaft verpflichtet, sich an die Vorgaben zu halten.

 

 
 

2008
Am 1. Januar 2008 trat das erste Verordnungspaket der Agrarpolitik 2011 in Kraft. Für die Milchwirtschaft besonders wichtig ist, dass die Verkäsungszulage und die silofreie Zulage beibehalten werden. Das 2. Verordnungspaket wurde anfangs 2008 in die Vernehmlassung geschickt. Darin ist vorgesehen, das Importregime für Butter und Käse zu ändern. Somit sollen ab 2009 die Nullzollkontingente versteigert werden. Der Milchkuhbeitrag soll von 200 auf 450 Franken erhöht werden.

Bei den WTO-Verhandlungen konnte erneut keine Einigung erzielt werden. Weiter hat der Bundes-rat nun definitiv entschieden, in die Verhandlungen mit der EU über eine vollständige Öffnung der Agrarmärkte einzusteigen.

Die Prognosen zum Milchmarkt stimmten die Akteure Anfang 2008 noch zuversichtlich. Auf den 1. Januar 2008 konnte eine Preiserhöhung umgesetzt werden. Die positive Entwicklung auf den nationalen und internationalen Milchmärkten kippte jedoch rasch in einen Negativ-Trend, der sich auf Jahresende weiter zuspitzte. Mit einem Milchstreik brachten die Milchproduzenten die Verhandlungsdelegationen Anfang Juni an einen Tisch und erreichten 6 Rp./kg Milch Preiserhöhung. Hätten sich die Milchpreise in Europa positiv entwickelt, wäre die Rechnung aufgegangen. In unseren Nachbarländern trat aber gerade das Gegenteil ein und die Preisschere zwischen Europa und der Schweiz präsentierte sich grösser denn je. Prekär wurde die Situation, als die verarbeitenden Unternehmen die ersten Verluste von Marktanteilen melden mussten, da sie zu den gegebenen hohen Preisen Produkte nicht mehr verkaufen konnten und gleichzeitig die Milchproduzenten ihre Milchproduktion steigerten.

Auch beim Käseexport waren massive Einbrüche zu verzeichnen. Neben Einschränkungsmilch aus den Käsereien wurde auch mehr Milch aufgrund der verteilten Mehrmengen eingeliefert. Gegen Ende Jahr zeichnete sich ein prekäres Mengenproblem ab. Trotz der Berg- und Talfahrt der Milchmärkte konnten die Milchproduzenten in der Zentralschweiz von der Mitgliedschaft ZMP profitieren. Sie erhielten im 2008 den höchsten ausbezahlten Milchpreis der Schweiz.

Die definitive Aufhebung der Milchkontingentierung auf den 1. Mai 2009 rückte immer näher. In der Branche konnte keine Einigung in Bezug auf eine nationale Mengenkoordination und Angebotsbündelung gefunden werden. Zu unterschiedlich waren Ausgangslage und Positionen der einzelnen Organisationen und Unternehmen.

2007
Im 2007 feierte die ZMP ihr 100-Jahr-Jubiläum. Die Aktivitäten und Veranstaltungen zum Jubiläum haben zur Bekanntheit und Imageverbesserung der ZMP in der Öffentlichkeit beigetragen.

Anfang Januar 2007 musste der Milchpreis ZMP aufgrund des Stützungsabbaus des Bundes und des Preisdrucks des Detailhandels gesenkt werden. Diese Preissenkung trübte zu Jahresbeginn die Jubiläumsstimmung der Mitglieder ZMP. Am 1. Juni 2007 trat die vom Bund beschlossene Käsemarktliberalisierung zwischen der Schweiz und EU in Kraft. Der Käseimport nahm folglich im 2007 um 12 Prozent zu, der Export konnte nur um 6,3 Prozent gesteigert werden. Der National- und Ständerat hat in seiner Schlussabstimmung zur Agrarpolitik 2011 im Juni 2007 den Milchmarktstützungsabbau verlangsamt. So wurde die Verkäsungszulage weniger stark abgebaut als vom Bundesrat beantragt (auf 15 statt auf 10 Rp./kg Milch) und die Zulage für silofreie Milch blieb erhalten (3 Rp./kg Milch). Damit waren die agrarpolitischen Forderungen der ZMP weitgehend erfüllt.

Ab September gab es eine Trendwende bei den Milchpreisen. Auf den 1. September 2007 kündigte die ZMP eine Milchpreiserhöhung an, eine weitere Erhöhung erfolgte im November. Im 2007 zahlte die ZMP ihren Milchlieferanten den höchsten Milchpreis in der Schweiz aus.

2006
Die ZMP ist am 1. Mai 2006 vorzeitig mit ihren Mitgliedern aus der Milchkontingentierung ausge-stiegen. Nur einige wenige Produzenten in der Zentralschweiz sind in der staatlichen Milchkontin-gentierung verblieben. Ab diesem Datum kauft die ZMP die Milch ihrer Mitglieder ein, nimmt den Milchtransport (Logistik) war und verkauft die Milch an die verarbeitenden Unternehmen in der Zentralschweiz. Der Start im Milchgeschäft war gelungen. Im 2006 konnte die ZMP ihren Milchlie-feranten den zweithöchsten Milchpreis in der Schweiz ausbezahlen.

Die Marktentwicklung im 2006 war grundsätzlich positiv, und der Käseexport konnte gesteigert werden. In der Agrarpolitik 2011 plant der Bundesrat, Diskussionen zu einem allfälligen Freihandelsabkommen mit der EU aufzunehmen. Die Vorlage des Bundesrates zur Agrarpolitik 2011 sieht einen drastischen Stützungsab-bau vor (Reduktion der Verkäsungszulage auf 10 Rp./kg Milch und Streichung der Siloverzichtszu-lage).


2005
Das vergangene Jahr brachte eine erfreuliche Marktentwicklung für Schweizer Milchprodukte. Dass der Käseabsatz als Motor des Milchmarktes bezeichnet werden kann, hat sich einmal mehr bestätigt. Während die Käseimporte stagnierten, konnten die Exporte um 2 % gesteigert werden.

Die ZMP hat mit der erfolgreichen Reorganisation die Weichen für eine Milchwirtschaft mit Zukunft richtig gestellt. Die Direktmitgliedschaft wurde mit 4'200 Mitgliedern oder 93 % der Zentralschweizer Milchproduzenten erfolgreich umgesetzt. Die Bedeutung einer nachhaltigen auf die Strategie ausgerichteten Organisationsstruktur wird vielerorts unterschätzt. Nur so ist zu erklären, dass gesamtschweizerisch 25 neue Organisationen entstanden sind, welche sich mit dem Ausstieg aus der Milchkontingentierung auseinandersetzen. In der Agrarpolitik (AP 2011) fehlt ein strategischer Ansatz als Basis für die umzusetzenden Massnahmen. Die Folge davon ist ein reiner Verteilkampf um die Direktzahlungen.

2004
Jahrzehnte war der Sitz der Zentralschweizer Milchproduzenten ZMP an der Habsburgerstrasse 12 in Luzern. Emmi brauchte mehr Büroraum und den ZMP fehlte die notwendige Infrastruktur, insbesondere Sitzungszimmer und Parkplätze. Am 16. Februar fand der Umzug an die Friedentalstrasse 43 statt. Der Bundesrat hat in der Agrarpolitik 2007 entschieden, die Milchkontingentierung per 1. Mai 2009 aufzuheben. Er hat die Möglichkeit eingeräumt, ab 1. Mai 2006 vorzeitig aussteigen zu können. Im Auftrag der Delegiertenversammlung ZMP startete der Vorstand im April das Projekt Milchmengenmanagement ZMP. Die Ziele waren, eine optimale Lösung für alle Milchproduzenten und Milchkäufer in der Zentralschweiz zu finden, das Angebot zu bündeln, um in Zukunft als starker und erfolgreicher Partner im Milchmarkt Schweiz auftreten zu können. Im Dezember 2004 haben die Delegierten ZMP das Modell der PO (Produzentenorganisation), das die Logistik/Milcheinkauf, Verkauf franko Rampe, und der vorzeitige Ausstieg per 1. Mai 2006 beinhaltet, entschieden. Der Vorstand setzte sich mit den Risiken, den Vor- und Nachteilen eines IPO Emmi fundiert auseinander und entschied am 5. Juli die Aktienkapitalerhöhung und damit den IPO Emmi. Die 10-fache Überzeichnung und die Kurse seit dem ersten Handelstag am 6. Dezember können als sehr erfolgreich angesehen werden. Die ZMP besitzen heute Emmi-Aktien im Wert von 25.05 Millionen Schweizer Franken oder einen Anteil von 58,22 Prozent. Im Schweizer und internationalen Milchmarkt ist Emmi für die ZMP eine grosse Chance. Nicht nur für unser Verbandsgebiet, das ein Milchimportgebiet ist, sondern auch für die Milchproduzenten in der ganzen Schweiz, die Emmi ihren Rohstoff liefern. Die ZMP haben mit ihrem Unternehmen eine grosse Verantwortung in der Schweizer Milchwirtschaft und werden auch zukünftig alles daran setzen für eine Milchwirtschaft mit Zukunft!

2003
Im 2002 konnte mit Selbsthilfemassnahmen, finanzieller Unterstützung des Bundes und Übernahmen der Produktionsbetriebe der Swiss Dairy Food AG der Schweizer Milchmarkt, und somit auch ein grosser Teil der Schweizer Milchproduktion, vor einem "Grounding" aufgefangen werden. Im 2003 traf es dann die gewerblichen Emmentaler-Käsereien in der ganzen Schweiz. Die Überkapazitäten und die Mengenproblematik beim Emmentaler führten zwangsweise zu einer Strukturbereinigung. Es schlossen alleine in der Zentralschweiz 23 Emmentaler-Käsereien ihre Tore. Die Agrarpolitik 2002 hatte sich im Rahmen der bilateralen Verträge bereits schon auf offenere Grenzen und den zunehmend freien Markt ausgerichtet. Die Agrarpolitik 2007, mit der Aufhebung der Milchkontingentierung im 2009, geht noch einen Schritt weiter in Richtung Liberalisierung und freie Marktwirtschaft. Als Hauptaktionär des führenden Milchverarbeitungsunternehmens der Schweiz haben die ZMP nicht nur eine Verantwortung gegenüber ihren Milchproduzenten, sondern auch in der Volkswirtschaft und auf dem Markt. Das zukunftsorientierte und innovative Unternehmen Emmi ist eine Chance für die Milchproduzenten in der Zentralschweiz und mittlerweile auch für die Milchproduzenten in der ganzen Schweiz. In einer Milchwirtschaft mit Zukunft braucht es marktorientierte und innovative milchverarbeitende Unternehmen und unternehmerische Milchproduzenten, deren Interessen von einem zukunftsorientierten Verband gebündelt und somit gestärkt und breit abgestützt vertreten werden können.

2002
Auf den 1. Juni 2002 wurden die bilateralen Verträge in Kraft gesetzt. Mit diesem Schritt wird der Käsemarkt zwischen der EU und der Schweiz in den nächsten Jahren liberalisiert. Die Einkommen der Milchproduzenten fallen im 2002 auf ein katastrophales Niveau. Die allgemeine Konjunkturflaute auf den Weltmärkten und die Krise auf dem Milchmarkt führen zu echten Einbrüchen am Markt, was massive Produktionseinschränkungen zur Folge hat. Da die Milch nicht mehr verkäst werden kann, kommen grosse Mengen sogenannte Einschränkungsmilch auf den Markt. Die im Rahmen der Milchkontingentierung vom Bundesrat beschlossene Erhöhung der Gesamtmilchkontingente verschärft das Mengenproblem weiter. Der Zusammenbruch des grössten Molkereiunternehmens der Schweiz, der Swiss Dairy Food AG (SDF), zeigt auf, wie gross die Krise in der Schweizer Milchwirtschaft wirklich ist. Nur noch Selbsthilfemassnahmen der Milchproduzenten und zusätzlich finanzielle Mittel des Bundes verhindern ein "Grounding" der Schweizer Milchwirtschaft. Auf den 1. November 2002 müssen die Milchproduzenten auf der gesamten Milch noch zusätzlich einen Preisabschlag hinnehmen. Mit der Übernahme des Käsegeschäftes und des Molkereimilchbereichs der SDF avanciert Emmi mit einem Schlag zum grössten Molkereiunternehmen der Schweiz. Als Hauptaktionär sind sich die ZMP dieser Verantwortung bewusst, die sie nun für die Schweizer Milchwirtschaft und vor allem für die Milchproduzenten haben. Die ZMP engagieren sich für eine Milchwirtschaft mit Zukunft!

2001
Die ZMP sind als Hauptaktionär der Emmi AG im Besitz von rund 80 Prozent des Aktienkapitals (25 Millionen Schweizer Franken). Die ZMP haben sich an der von Emmi aufgelegten Wandelanleihe massgeblich beteiligt und somit klar dokumentiert, der Mehrheitsaktionär von Emmi zu bleiben. Schreckensnachrichten aus England - Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS). Die Schweiz bleibt verschont, aber aus Sicherheitsgründen findet die Zentralschweizer Publikumsmesse, LUGA, zum ersten Mal in der Geschichte ohne Kühe statt. In der schweizerischen Agrarpolitik engagieren sich die ZMP in der Diskussion um die Zukunft der Milchkontingentierung klar dafür, dass es nach einem Ausstieg ein Mengenmanagement braucht. Zum ersten Mal seit Einführung der Milchkontingentierung erhöht der Bundesrat die Milchkontingentsmenge.

2000
Der Bundesrat entscheidet, noch keine Kontingentserhöhung vorzunehmen und lässt den Zielpreis trotz Interventionen der grossen Milchverarbeitungsunternehmen auf 77 Rappen.

1999
Die Agrarpolitik 2002 tritt in Kraft (der Milchteil ab 1. Mai 1999). Somit ist der Start der neuen Milchmarktordnung vollzogen. Der Bund diskutiert mit der EU die bilateralen Verträge. Mit der neuen Milchmarktordnung wird auch der Kontingentshandel eingeführt. Der Milchpreis wird vom Bundesrat nur noch als Zielpreis definiert und beträgt 77 Rappen. Der Zentralschweizerische Milchverband passt seine Statuten den neuen Gegebenheiten an und nimmt in Anlehnung an den Dachverband die Namensänderung in Zentralschweizer Milchproduzenten ZMP vor.

1998
Das neue Landwirtschaftsgesetz wird in Kraft gesetzt. Im Hinblick auf die neue Milchmarktordnung in der Agrarpolitik 2002 kommt es in der Zentralschweiz zu Zusammenschlüssen von Genossenschaften. Der Dachverband ZVSM reorganisiert sich und wird in Schweizer Milchproduzenten SMP umbenannt. Auch der Zentralschweizerische Milchverband organisiert sich neu; die personelle Trennung von Verband und Unternehmen (Emmi Gruppe) wird vorgenommen. Die VKMB-Denner-Initiative wird mit grosser Mehrheit vom Schweizer Volk abgelehnt.

1997
Die Agrarpolitik 2002 nimmt erste Formen an und bedeutet einen massiven Wandel für die Land- und Milchwirtschaft der Schweiz. Die Milchwirtschaftliche Interessensvertretung und Organisationsstruktur (MIOS 2002) wird vom Dachverband ZVSM ins Leben gerufen, um die Anpassungen in der Agrarpolitik 2002 abfedern zu können. Die neue Käsemarktordnung sieht die Auflösung der Schweizerischen Käseunion AG vor. In der Käsewirtschaft werden die Sortenorganisationen ins Leben gerufen (Emmentaler, Sbrinz, weitere)

1995 - 1996
Grosse Unruhe in der Käsewirtschaft; der Bundesrat kürzt das Budget für die Käse und die Butterverwertung; die Agrarpolitik erhält einen Rückschlag, als am 12. März vom Volk alle drei Landwirtschaftsvorlagen abgelehnt werden (Änderungen Milchwirtschaftsbeschluss und Landwirtschaftsgesetz und neuer Landwirtschaftsartikel)

1996 Organisationsänderung Emmi Gruppe, der Zentralschweizerische Milchverband fasst seine kommerziellen Beteiligungen im Wert von 20,6 Millionen Franken in der Emmi AG zusammen, welche neu Holdinggesellschaft wird. Der Bundesrat setzt die 1995 beschlossene Milchpreissenkung um. Veröffentlichung der Botschaft zur Agrarpolitik 2002.

1994
Der Bund diskutiert die neue Milchmarktpolitik und die Ziele der Agrarpolitik.

1993
Gründung der Emmi AG; eine Konzernstruktur mit Spartengesellschaften.

1979 - 1992
Einführung der Milchkontingentierung: die Nutzfläche wird in die Berechnung des Kontingentes einbezogen ab 1990 Ausbau der Lizenzverträge mit ausländischen Milchunternehmen.

1976 - 1978
Aufnahme der Produktion von Mozzarella in der ehemaligen Weichkäserei Neuhüsern

1972 - 1975
Der Bundesrat genehmigt 1972 den MKBD (Milchwirtschaftlicher Kontroll- und Beratungsdienst), den heutigen MIBD (Milchwirtschaftlicher Inspektions- und Beratungsdienst).

Fussfassung in Saudiarabien, Hongkong und Singapur mit Export von lang haltbarem, patentiertem Fruchtjogurt und Dosenmilch in Saudiarabien für das Schulmilchprogramm.

1969 - 1971
Da die Importe steigen und daduch auch die Milchmenge im Inland wieder anschwellt, wird die Basismilchmenge landesweit eingeschränkt.

1966 - 1968
Verlegung der Jogurtfabrikation von Neuhüsern nach Hasli in die neue Molkerei namens Milchhof Emmen gleich neben der Milchregulierstelle.

1964 - 1965
Erster Jogurtexport nach Deutschland.

1960 - 1963
Im Jahre 1960 wurde die neue Milchpulverfabrik Dagmersellen in Betrieb genommen.

1954 - 1959
Start der Jogurtproduktion in Neuhüsern im Jahre 1954. In den sechziger und siebziger Jahren fand ein rascher Wandel des Konsumentenverhaltens statt. Der Konsum der Rohmilch ging drastisch zurück, ein reiches Angebot an ausländischen Produkten weckten Wünsche und gesteigerte Ansprüche der Konsumentinnen und Konsumenten. Der Trend zu pasteurisierten Milch setzte ein, steigende Verkaufszahlen von Jogurt und Rahm.

1950 - 1953
Einführung des neuen Landwirtschaftsgesetzes im Jahre 1952.

1946 - 1949
Käseexporte werden erhöht. Im Jahr 1947 ist die Geburtsstunde der Marke Emmi.

1939 - 1945
Während des 2. Weltkrieges werden die Produkte der Landwirtschaft vom Bund ins Korsett der Preiskontrolle gesteckt; die Preiskontrollstelle hält die Milchpreise durch Bundeszuschüsse künstlich tief.

Für die Versorgung der Bevölkerung wird 1944 eine alte Sennhütte in Hasli-Emmen zur Milchregulierstelle umgebaut. 1945 wird der Käsereibetrieb Neuhüsern-Emmen zur Fabrikation von Weichkäsen ausgebaut. Erster Käseexport.

1922 - 1938
Ein Überangebot an Milch führt zu massiven Preisstürzen; ohne die Unterstützung des Milchverbandes würde die Land- und Milchwirtschaft in der Zentralschweiz komplett zusammenbrechen.

1917 - 1921
Während des 1. Weltkrieges sehen sich die Behören zur Erfassung der Butterproduktion gezwungen und verpflichten die Milchverbände zur Rationierung von Butter und Käse; so gründet der Milchverband die Butterzentrale Luzern; in diesen Kriegsjahren wird auch die Schweizerische Käseunion AG gegründet.

1907 - 1916
Am 9. Februar 1907, Gründung des Zentralschweizerischen Milchverbandes (62 Genossenschaften; 1'768 Mitglieder; 15'310 Kühe), zur gleichen Zeit gründen die Milchverbände zusammen den Dachverband ZVSM (Zentralverband Schweizerischer Milchproduzenten). In den darauf folgenden Jahren wurden auch in anderen Gebieten der Schweiz ähnliche Organisationen gegründet.