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Säuregrad

 
 
 

Die Bestimmung des Säuregrades dient dazu, die Aktivität säurebildender, wärmeliebender Bakterien in der Milch zu bestimmen.

 

Prinzip

Die Milch wird bei 38°C während 11 Stunden bebrütet. Die unerwünschten Bakterien bauen den Milchzucker zu Säure ab. Die gebildete Säure wird gemessen. Der Grenzwert liegt bei 15° SH (Soxhlet-Henkel). Diverse Milchverarbeiter verlangen einen Wert unter 12° SH.

 
 
 

 

Was ist zu tun bei Problemen mit dem Säuregrad?

 

  • Stall- und Tierhygiene mangelhaft
  1. Unsaubere Läger, Krippen, Tränken, poröse Gummimatten
  2. Schmutzige Kühe
  3. Milch auf den Lägern
 
  • Einzelne Tiere können Probleme verursachen, vor allem
  1. Kühe, die Milch laufen lassen
  2. Altmelke Tiere
  3. Zitzen mit Astlöchern oder Warzen
  • Melkhygiene mangelhaft
  1. Vormelkbecher benutzen
  2. Sorgfältige Zitzenreinigung (Einwegmaterial verwenden)
  3. Hände des Melkers, auch Gerätschaften beachten, die während dem Melken berührt werden
  4. Saubere Kleidung
  • Ungenügende Reinigung und Entkeimung der Melkanlage und des Melkgeschirrs
  1. Wassermenge, -temperatur, Reinigungsmittelkonzentration, Reinigungsdauer und Turbulenz überprüfen
  2. Melkgeschirr trocken und sauber lagern
  3. Milchstein (Melkgeschirr/Tank in trockenem Zustand kontrollieren)
  4. Häufig ist das Vakuumsystem betroffen (Vakuumleitungen, -hahnen oder –schläuche kontrollieren, Blindstücke beachten)
  5. Gummiteile und Dichtungen auf Risse oder raue Oberfläche kontrollieren
  6. Nicht mit Kaltwasserschläuchen oder im Brunnentrog nachspülen
  • Milchkühlung kontrollieren
  1. Endtemperatur überprüfen
  2. Die Milch sollte möglichst schnell abgekühlt werden (innerhalb einer Stunde)
  3. Die Milch muss während der Kühlung umgerührt werden

Falls die Ursache nicht gefunden werden kann, kann eine Stufenprobe gemacht werden.